Verena Amann
Für die Entfaltung der Potenziale der Mitarbeitenden durch gezielte Förderung und einer vertrauensvollen Arbeitsumgebung.
Verena Amann hat sich durch ihre visionären und insbesondere menschlichen Führungsqualitäten im Bereich der qualitativen Ökonomie einen Namen gemacht. Die Personalchefin der accompio GmbH sorgt mit ihrer umfangreichen Erfahrung, die sie unter anderem auch bei MVV Energie AG, mit einer Personalverantwortung von über 6.400 Mitarbeitern, und bei 1&1 einbrachte, dafür, dass HR, Kultur und Digitalisierung perfekt vereint werden. Zertifizierte Aufsichtsrätin der Deutsche Börse AG und übt entsprechende Mandate aus. Sie ist davon überzeugt, dass ein von menschlichen Werten geprägter Führungsansatz, welcher auf Vertrauen und Verantwortung beruht, ebenso wichtig für den unternehmerischen Erfolg sind, wie harte Kennzahlen. Insbesondere setzt sie sich dafür ein, Mitarbeitern den nötigen Raum zur Entwicklung und Selbstverwirklichung zu geben, damit diese langfristig ihre beste Leistung erreichen können und somit, das ganze Unternehmen vorantreiben. Sie fördert nicht nur aktiv Diversität und setzt sich aktiv für Frauen in Führungspositionen ein, sondern geht als Mutter mit zwei Kindern als Vorbild für viele Frauen in Deutschland voran.
Verena Amann hat ein tiefes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Unternehmenskultur und gesellschaftlichen Bedürfnissen. Ihr qualitativer Führungsstil, in dem sie ihre Mitarbeiter, als das wichtigste Asset von Unternehmen, fördert und befähigt macht sie zu einem Vorbild der qualitativen Ökonomie.
Ein Kurzinterview. Über die ganzheitliche Betrachtung von Unternehmen als Ökosystem und das Zusammenwirken einzelner Ressourcen.
Wie sehen Sie die Welt im Jahr 2050, und was wünschen Sie sich?
Im aktuellen Jahr 2025 fällt einem diese Antwort wohl schwerer denn je – denn es scheint, dass vieles sowohl im Guten als auch im Schlechten möglich und denkbar ist. Wünschen tue ich mir eine friedlichere Welt als heute, eine positiv vernetzte, in der unsere Kinder nicht von existenziellen Sorgen getrieben sind, sondern von Ideen und Innovation inspiriert werden.
Warum macht die Zukunft ein anderes Wirtschaften notwendig?
Ein Wirtschaften, das sich nur auf singulären Wachstumszwang oder einzelne KPIs stützt, stößt an seine Grenzen, wenn, wie aktuell zu beobachten, Märkte schrumpfen. Vernetzte Wertschöpfung und hohe Anpassungsfähigkeit haben wir bereits, aber oft fehlt es an dem passenden Rahmen. Regulierung, Egoismen und der vorherrschende Zwang, ausschließlich anhand derselben KPIs zu wachsen, verhindern nachhaltige und oftmals bessere Entscheidungen. Diese erfordern jedoch einen längeren Atem. Was ich meine, ist eine stärkere Vernetzung, eine höhere Anpassungsgeschwindigkeit, eine breitere Betrachtung von diversen Erfolgsfaktoren und eine Balance zwischen nachhaltigem Wachstum und dem Mut zu Entscheidungen, deren Erfolg Zeit braucht.
Was sind die für Sie wichtigsten Parameter der Qualitativen Ökonomie?
Die Betrachtung eines Unternehmens als Ökosystem, in dem verschiedene Ressourcen zusammenwirken, um Leistung und Wertschöpfung zu erzielen, bietet eine neue Perspektive. In diesem Modell schaffen Unternehmer und Führungskräfte einen stabilen Handlungsrahmen aus Erwartungen und Versprechungen. Sie sehen Mitarbeitende als Individuen und ermöglichen es ihnen, ihre beste Leistung zu bringen, indem sie ihnen den Raum zur Entwicklung in ihrem jeweiligen Kontext geben. Auf der anderen Seite stellen auch Mitarbeitende das Wohl des Kunden in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungen, im Wissen, dass das Zusammenspiel aus Leistungserbringung und der „Nützlichkeit“ des Produkts für den Kunden den Erfolg des Unternehmens bestimmt.
Was sollten wir tun, und was sollten wir lassen, um qualitative Ökonomie zu schaffen?
In der Betrachtung des Unternehmens als Ökosystem bedarf es einer ganzheitlichen Analyse aller Akteure. Es geht darum, wie das Maximum an Engagement, Kundenzufriedenheit und Fokus herbeigeführt werden kann und welche Bedarfe bestehen. Nur an den Ergebnissen dieser Analyse orientieren sich maßgeschneiderte Programme und Maßnahmen, deren Erfolg klar messbar ist. Lassen sollten wir Buzzword-geladene Programme und Sprache sowie eine Fokussierung auf marktübliche Normen, die vielleicht Themen abhaken oder bedienen, deren Impact jedoch ins Leere läuft.
